Schreibpläne
1.2 Lerntheoretischer Hintergrund
Textschreiben mit Schreibplänen basiert auf dem lerntheoretischen Ansatz «Scaffolding», welcher auf Lev Vygotsky (1896 – 1934) zurückzuführen ist (Fraefel 2018, 127). Schreibpläne sind ein «Gerüst» (engl. Bezeichnung: Scaffold), das Schüler/-innen unterstützt, bessere Texte zu schreiben.
Schreibpläne fordern Schüler/-innen auf, in der «Zone der proximalen Entwicklung» mit Unterstützung der Lehrperson und mit Unterstützung der Schreibpläne nächste Lernschritte anzugehen und zu bewältigen. Diese Lernschritte gehen leicht über das hinaus, was sie alleine leisten könnten und beziehen sich sowohl auf die Differenzierung des Textaufbaus, wie auch auf die Qualität des sprachlichen Ausdrucks.
Mit der Zeit, wenn gewisse Routinen im Textaufbau und in den Formulierungen eingeschliffen sind, werden die Gerüste nach und nach wieder «abgebaut», bzw. der Einsatz von Schreibplänen Schritt für Schritt reduziert («Fading»). Z.B. kann von Schreibplänen nur noch die linke Spalte verwendet oder Schreibpläne können nur zum Nachschauen beigezogen werden. Das Ziel ist es, zu einer bestimmten Textsorte ohne Schreibplan einen guten Text schreiben zu können.