Online-Lerneinheit zum LP21: Beurteilung - Update 2026

Fünf Leitfragen

Die Beobachtung, Einschätzung und Beurteilung des Verhaltens und der Leistungen von Schülerinnen und Schülern ist ein wichtiger Teil des kompetenzorientierten Unterrichts. Das Erfassen, Einschätzen und Bewerten von Lernvoraussetzungen, Lernprozessen und Lernergebnissen bilden die Grundlagen für die Förderung, Unterrichtsgestaltung sowie für Entscheidungen zum Bildungsweg.

Mit dem Lehrplan 21 gewinnt die formative Beurteilung an Bedeutung, weil sie den Aufbau und die Erweiterung von Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler begleitet und unterstützt. Die grundsätzlich auf Förderung ausgerichtete Beurteilungspraxis schliesst an das im Kanton Zürich bestehende Verständnis von Beurteilung an (vgl. Broschüre Beurteilung und Schullaufbahnentscheide: Über das Fördern, Notengeben und Zuteilen).

Damit Lehrpersonen mit der Einführung des Lehrplans 21 eine kohärente und transparente Beurteilungspraxis entwickeln können, sind situationsbezogen die folgenden Fragen zu klären.

Fünf Leitfragen zur Beurteilungspraxis

1. Wozu wird beurteilt? 
Beurteilungsfunktion: formativ, summativ, prognostisch

2. Was wird beurteilt? 
Beurteilungsfokus: fachliche und überfachliche Kompetenzen als Zusammenspiel von Wissen, Können, Wollen bzw. entsprechende Lernziele des Unterrichts

3. Wer beurteilt? 
Beurteilungsperson: Lehrperson, Schülerinnen und Schüler, weitere Personen wie schulische Heilpädagogin

4. Im Vergleich womit wird beurteilt? 
Beurteilungsbezug: Sachnorm, Individualnorm, Sozialnorm

5. Wie erfolgt die Beurteilung? 
Beurteilungsform: Dialog, Bericht, Note/Code

Quelle: Broschüre Kompetenzorientiert beurteilen, VSA

Arbeitsauftrag 1
  • Lesen Sie die Seiten 3 bis 7 aus der Broschüre «Kompetenzorientiert beurteilen» (siehe Downloads). Sie werden feststellen, dass vieles nicht neu ist, dass aber Akzentverschiebungen stattfinden. Welche Änderungen können Sie erkennen?
  • Notieren Sie zwei Akzentverschiebungen auf eine A6-Karte, die Sie in die Lehrveranstaltung mitbringen und gemeinsam diskutieren. 
Zeitdauer: 30 Minuten