Didaktisches Design von videobasierten Selbstlernangeboten

Didaktische Szenarien

Für ein didaktisches Szenario werden abhängig von der Unterrichtssituation oder dem Lernangebot die Komponenten Vermittlung, Aktivierung und Betreuung zusammengestellt. Sie müssen nicht zu gleichen Teilen eingesetzt werden.

CC-BY-SA L3T (https://www.flickr.com/photos/99566143@N05/9551411611/in/datetaken/), eigene Darstellung

Vermittlung

Für die Vermittlung müssen die Inhalte in geeigneter Form dargestellt werden. In videobasierten Selbstlernangeboten nehmen Videos einen grossen Stellenwert ein. Aber auch Texte, Audiodateien, Bilder oder Animationen sind denkbar.

Abhängig von den Inhalten und Zielen ist der Vermittlungsanteil im Unterricht oder Selbstlernangebot grösser oder kleiner. Das didaktische Szenario für ein Lernangebot zum autodidaktischen Lernen enthält einen höheren Vermittlungsanteil als eine Lehrveranstaltung, in der kooperativ oder projektartig gelernt oder auch Wissen generiert wird.

Aktivierung

Eine einfache Übertragung von Wissen (Sender – Empfänger) ist nicht möglich. Demnach müssen die Lernenden aktiviert werden, sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Solche begleitenden Lernaktivitäten reichen vom Einüben von Kenntnissen und Fertigkeiten über Formen der Wissenserschliessung und -verarbeitung bis hin zur Schaffung neuer Inhalte.

In videobasierten Selbstlernangeboten spielt die Aktivierung durch interaktive Elemente und Lernaufgaben eine wichtige Rolle. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Studierende Videos nur sehr oberflächlich rezipieren.

Betreuung und Kommunikation

Hier stellt sich zum Beispiel die Frage, ob und wie Lernende Feedback erhalten. Handelt es sich um automatisiertes Feedback oder um mündliche und schriftliche Rückmeldungen von Lehrenden? Über welche Kanäle können Lernende untereinander oder mit Lehrenden kommunizieren?

Auch Videos, zum Beispiel Videofeedback durch Lehrende oder der Einsatz von Videos beim Peer Learning, kommen dabei infrage.