Didaktisches Design von videobasierten Selbstlernangeboten
Lernergebnisse als Ausgangspunkt
Learning Outcomes beschreiben, was Studierende am Ende einer Lehrveranstaltung, einer Lerneinheit oder eines Selbstlernangebots wissen und können müssen und welche Einstellungen von ihnen erwartet werden. Es geht also um die Frage, über welche Kompetenzen Studierende am Ende des Lernprozesses verfügen sollten (Bachmann 2018, 34).
Warum Learning Outcomes definieren?
Dabei stellt man sich die folgenden Fragen:
- Was sollten die Lernenden nach dem Durcharbeiten des Online-Angebots wissen und können und welche Kompetenzen sollten sie sich aneignen? (Learning Outcomes)
- Wie können die Studierenden diese Kompetenzen erwerben? (Lehr- und Lernaktivitäten)
- Wie sollten die Lernenden nachweisen, dass sie über die beabsichtigten Kompetenzen verfügen? (Allenfalls Prüfungsformate oder Leistungsnachweise)
Korrekte Formulierung von Lernergebnissen
Lernergebnisse sind handlungsorientiert und stellen die Studierenden ins Zentrum. Idealerweise enthalten sie auch noch ein Adjektiv oder ein Adverb, das die Qualität der Handlung bestimmt.
- Die Lernenden sind in der Lage, selbstständig (Adjektiv) Learning Outcomes (Inhalt) zu formulieren (Verb) und videobasierte Lernangebote (Inhalt) mithilfe des didaktischen Designs zu planen (Verb).
Worin unterscheiden sich Learning Outcomes von Lerninhalten und Lernzielen?
«In diesem Online-Kurs werden Kenntnisse zum didaktischen Design und dem lernförderlichen Einsatz von Videos in Selbstlernangeboten vermittelt.» Diese Formulierung fokussiert nicht auf ein Lernergebnis, sondern auf Lerninhalte.
«Die Lernenden sollen Learning Outcomes formulieren und videobasierte Selbstlernangebote planen.» Dabei handelt es sich um ein Lernziel.
Lernziele sind aus Sicht der Lehrenden formuliert und spiegeln Inhalte und Intention eines Selbstlernangebots wider. Learning Outcomes beziehen sich auf die Studierenden und den Lernprozess.