Didaktisches Design von videobasierten Selbstlernangeboten
Asynchrone und synchrone Phasen
Bei der Entscheidung, wie ein Selbstlernangebot mit Präsenzphasen (physisch oder virtuell) kombiniert werden soll, helfen folgende Fragen:
- Wie kann ich meine Ziele (vgl. Learning Outcomes) am besten erreichen? Welche Teile meiner Lehrveranstaltung benötigen synchrone Lernsettings, welche können asynchron stattfinden?
- Wann müssen die Studierenden physisch vor Ort sein?
- Was kann virtuell stattfinden?
- Wo haben virtuelle Angebote Vorteile?
Präsenzveranstaltungen vor Ort sind zum Beispiel immer dann wichtig, wenn es um Vermittlung und Erwerb praktischer Fertigkeiten geht, Spezialräume genutzt werden müssen, die Studierenden Primärerfahrungen machen sollten oder die Kooperation zwischen Studierenden im Rahmen praktischer Arbeiten erforderlich ist.
Das Zusammenführen von Vorarbeiten oder die Diskussion und Weiterarbeit im Plenum lassen sich eventuell auch als virtueller Anlass (Online-Meeting) umsetzen. Ideal ist dieses Setting, wenn es darum geht, Lernprozesse zu regulieren und Unterstützung anzubieten, zum Beispiel in Form von Sprechstunden oder bei der Begleitung von Gruppen.
Der Wissenserwerb, also die Arbeit am Selbstlernangebot, soll hauptsächlich in asynchronen Phasen stattfinden. Studierende haben die Möglichkeit, zeit- und ortsunabhängig zu lernen, und die Heterogenität bezüglich Vorwissen oder Lerntempo wird berücksichtigt.
In Phasen denken
- Wechsel zwischen synchronen (physischen oder virtuellen) Input- und Austauschphasen im Plenum
- Wechsel zwischen synchronen und asynchronen Einzel-, Partner- und Gruppenarbeiten
- Wechsel zwischen asynchronen individuellen Vor- und Nachbereitungsphasen
Insgesamt gilt es eine sinnvolle Balance zwischen synchronen und asynchronen Phasen zu finden. Bei der Planung darf man durchaus kreativ sein.