Didaktisches Design von videobasierten Selbstlernangeboten

Arbeitsschritte

Learning Outcomes und Inhalte

Wie im Modul vorgeschlagen, haben wir mit der Formulierung der Learning Outcomes begonnen. Welche Ziele wollen wir mit diesem Modul erreichen? Was sollten die Lernenden nach dem Durcharbeiten des Online-Angebots wissen und können und welche Kompetenzen sollten sie sich aneignen? Das Festlegen der Learning Outcomes nahm viel Zeit in Anspruch. Wir haben diese intensiv diskutiert, einige Punkte wieder verworfen und andere ergänzt.

Im Anschluss ging es auf die Suche nach passender Literatur. Texte und Studien haben wir gleich den entsprechenden Learning Outcomes zugeordnet. Nach und nach entstanden daraus die Inhalte für die einzelnen Kapitel – anfangs nur in Form von Texten. Eine Herausforderung dabei war das Schreiben von Online-Texten. Texte im Internet werden anders gelesen als Bücher. Oftmals werden sie nur überflogen und ganze Teile übersprungen. Leser wollen sich Informationen schnell erschliessen. Somit gilt das Sprichwort «In der Kürze liegt die Würze». Überflüssige Wörter und Phrasen haben dabei nichts zu suchen.

Die Inhalte für die einzelnen Kapitel und Seiten haben wir jeweils in einem Drehbuch für das Selbstlernangebot (einfache Wordtabelle) erfasst. Neben den Texten enthielt das Drehbuch bereits Skizzen zu den Reflexionsaufgaben und der Rubrik «Überlegungen zum didaktischen Design». Gleichzeitig haben wir erste Überlegungen angestellt, welche Inhalte wir als Videos zur Verfügung stellen könnten.

Videos: Planung und Produktion

In einem nächsten Arbeitsschritt haben wir uns zu Inhalten und Machart der Videos Gedanken gemacht. Ausschlaggebend waren die Erkenntnisse aus Kapitel 4. Wir gingen davon aus, dass die Teilnehmenden an diesem MOOC bereits Vorkenntnisse haben oder gar erfahrene Didaktikerinnen und Didaktiker sind. Mit dem zusätzlichen Wissen, dass Videovorträge sich vor allem eignen, um einen Überblick über die Thematik zu halten, haben wir folgende Entscheide gefällt: 
  1. Wir nutzen Videos zur Einführung, um Konzepte mit realen Beispielen zu veranschaulichen und die Zuschauer emotional anzusprechen.
  2. Weiterführende Informationen stellen wir als Text zur Verfügung. Sie lassen sich einfacher überspringen als Passagen in Videos.
Im Hinblick auf das Lehr-/Lernvideo-Genre haben wir uns gegen reine Slidecasts entschieden. Ziel war es, die Videos möglichst kurz zu halten und unsere Vorträge mit visuellen Elementen zu unterstützen. Die meiste Zeit der Videoproduktion investierten wir in das Schreiben der Drehbücher und Sprechtexte. Die Aufnahmen selbst konnten wir in zwei Halbtagen abwickeln. Nach dem Aufbau der Kamera und des Greenscreens durch einen Mediamatiker war es uns möglich, alles selbst zu bedienen. Die Postproduktion der Videos haben wir wiederum in die Hände eines Profis gegeben.