Making im Unterricht
Modelle erstellen oder downloaden
Zum Druck werden 3D-Modelle benötigt. Diese können fertig heruntergeladen, selbst gezeichnet oder gescannt werden. Einfache Formen können gut selbst erstellt werden. Komplexere Formen werden schnell sehr aufwändig und benötigen Spezialwissen in 3D-Design oder parametrischem technischen Zeichnen. Das Scannen von Modellen benötigt spezielle Hard- und Software und oft muss das Ergebnis nachbearbeitet werden.
Modelle herunterladen
Es gibt eine Vielzahl von Webseiten, auf denen man druckbare 3D-Modelle findet. Hier werden einige Beispiele aufgelistet. Es gibt kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Auch hier bitte die Lizenzierung der Modelle jeweils beachten.
Thingiverse: Eine umfangreiche Community-Webseite für 3D-Druck-Modelle mit einer Vielzahl von kostenlosen Designs.
Printables : Eine Plattform, die eine Vielzahl von kostenlosen 3D-Druckmodellen anbietet. Die Webseite ist benutzerfreundlich gestaltet und ermöglicht es den Nutzern, eigene Designs hochzuladen und mit der Community zu teilen.
MakerWorld: Eine weitere Plattform mit sehr vielen hochwertigen und kostenlosen Designs.
MyMiniFactory: Bietet von Designern erstellte 3D-druckbare Objekte an, die kostenlos oder gegen eine Gebühr verfügbar sind.
Cults : Ein digitaler Marktplatz, der eine breite Palette an 3D-Druckmodellen zur Verfügung stellt, von kostenlosen bis hin zu kostenpflichtigen Optionen.
TurboSquid: Bietet hochwertige 3D-Modelle an, die für professionelle Anwendungen sowie für den 3D-Druck geeignet sind, mit einem Mix aus kostenlosen und kostenpflichtigen Modellen.
CGTrader: Hier gibt es 3D-Modelle für verschiedene Zwecke, einschließlich solcher, die für den 3D-Druck optimiert sind, die sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig sein können.
Modelle selbst erstellen
Im Schulbereich eignet sich vor allem Tinkercad zum erstellen von eigenen Modellen. Es läuft im Browser oder als App und ist kostenlos. Für komplexere Produkte eignet sich z.B. Fusion360, welches im Bildungsbereich ebenfalls kostenlos eingesetzt werden kann. Da es sich um eine professionelle CAD-Software handelt, ist der Einstieg nicht ganz einfach und ist in der Regel zu viel für die Volksschule.
Im Folgenden finden sich zwei Videos für den Einstieg in Tinkercad.
Tinkercad ist eine relativ einfache Webplattform, mit der du dreidimensionale Objekte konstruieren kannst. Dabei verwendest du geometrische Körper (oder bereits bestehende Elemente) die sich beliebig kombinieren oder voneinander trennen lassen (z.B. für Hohlräume). Die Objekte können in Standardformaten exportiert und somit für die Ausgabe mit einem 3D-Drucker aufbereitet werden. Tinkercad ist gratis, verlangt aber einen Login. Zwar funktioniert das Tool am besten auf einem Computer, mit gewissen Einschränkungen lässt es sich aber auch auf dem iPad nutzen. Manchmal musst du einfach die Seite neu laden. Hoffentlich gibt es bei Gelegenheit mal eine aufs iPad ausgerichtete App.
Grundtechniken lernen
Es gibt diverse Tutorials, mit denen du dir die Grundtechniken selber beibringen kannst. Mit der folgenden Einführung werden dir anhand eines Eierbechers die wichtigsten Grundtechniken erklärt:
Im folgenden Onlinekurs wirst du mit kurzen Videotutorials an die Grundtechniken herangeführt: https://zeb.is/JR4TNF
Sehr hilfreich ist auch die Lernseite von Tinkercad: https://www.tinkercad.com/learn/
Keksausstecher
Im folgenden Tutorial lernst du, wie sich mit einer zweidimensionalen Vektordatei ein 3D-Objekt gestalten lässt – in diesem Fall ein Keksausstecher:
Weiteres Keksausstechervideo: Schneemann-Ausstecher – Ruckzuck mit TinkerCAD designt (YouTube-Video)