Das VSA schlägt für das Standortgespräch folgenden Ablauf vor. Dieser ist als Empfehlung zu verstehen und kann von Schulen und Lehrpersonen nach ihren Bedürfnissen abgeändert werden. Die Gesprächsleitung des Standortgesprächs obliegt der Lehrperson. Im Zentrum des Gesprächs steht die Schülerin oder der Schüler. Dies soll auch an der Art der Gesprächsleitung erkennbar werden.
Schritt | Inhalt |
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Einstieg (Dauer ca. 5 Minuten) | Die Lehrperson begrüsst die Eltern und die Schülerin oder den Schüler. Sie erläutert kurz den Verlauf des Gesprächs und dessen Zweck. Dieser darin besteht, aufgrund einer gemeinsamen Standortbestimmung konkrete Ziele für die Berufsvorbereitung sowie den Unterricht in der 3. Sek zu vereinbaren. Die Lehrperson betont, dass hierbei die Schülerin oder der Schüler mit ihren oder seinen Wünschen, Erwartungen und Bedürfnissen im Zentrum steht, dass es um eine ideale Förderung und nicht um eine Urteilsverkündung oder Massregelung geht und dass alle ihre Vorstellungen dazu äussern können und sollen. |
Klärung (Dauer ca. 20 Minuten) | Die Schülerin oder der Schüler legt die Unterlagen vor, die sie oder er vorbereitet hat und erläutert diese. Anschliessend werden die Eltern gebeten, ihre Einschätzung der Fähigkeiten und Interessen ihres Kindes zu schildern. Die Lehrperson fasst die Äusserungen der Schülerin oder des Schülers und der Eltern zusammen und ergänzt diese mit ihren Feststellungen. Den «roten Faden» durch diese Phase des Gesprächs bilden die Unterlagen der Schülerin oder des Schülers, auf die sich die Äusserungen der Eltern und der Lehrperson im Sinne einer kritisch-konstruktiven Würdigung beziehen sollten. Die Klärung ist vollzogen, nachdem ein abgerundetes Bild entstanden ist, das keiner Beifügung mehr bedarf. |
Zielvereinbarung (Dauer ca. 15 Minuten) | In Abwägung der Berufsziele und des Lernstandes der Schülerin oder des Schülers kommen die Gesprächsteilnehmer überein, welche Lücken geschlossen und welche Stärken gefördert werden sollen. Ferner wird abgesprochen, was die Schülerin oder der Schüler im Bereich der überfachlichen Kompetenzen verbessern kann. Diese individuellen Lernziele werden schriftlich festgehalten und von den Gesprächsteilnehmern mit ihrer Unterschrift bestätigt. Den Unterschriften unter der Zielvereinbarung fällt keine Rechtswirkung zu. Sie betonen jedoch die Verbindlichkeit der Abmachungen |
Planung (Dauer ca. 15 Minuten) | Aufgrund der individuellen Lernziele und des Angebots der betreffenden Sekundarschule unterstützt die Lehrperson die Eltern und die Schülerin oder den Schüler bei der Auswahl der zu besuchenden Wahlfächer, der Festlegung der Anzahl der Lektionen, während denen das Lernatelier benutzt und der Fachbereiche, die hierbei vertieft werden sollen. Das alles wird provisorisch festgelegt. Die definitive Festlegung obliegt der Schule. |
Ausklang (Dauer ca. 5 Minuten) | Zum Schluss werden die Gesprächsunterlagen ins Dossier gelegt. Die Lehrperson befragt die Eltern und die Schülerin oder den Schüler, ob sie alle ihre Vorstellungen äussern konnten oder ob es noch etwas nachzutragen gebe. Sie bedankt sich für das Gespräch und verabschiedet die Gesprächsteilnehmer/innen |